Deutsche Wiedervereinigung und 2+4 Vertrag

Der Zwei- plus- Vier-Vertrag heißt so, weil er ein Vertrag der beiden deutschen Länder BRD und DDR und den vier Siegermächten ist.

 

40 Jahre lang – von 1949 bis 1990 – war Deutschland in zwei Staaten geteilt:

Im Westen gab es die Bundesrepublik Deutschland, kurz BRD – und im Osten die Deutsche Demokratische Republik, abgekürzt DDR.

 

Deutschland hat zweimal den Krieg angefangen: den 1. Weltkrieg und den 2. Weltkrieg.

 

Die Siegermächte wollten verhindern, dass Deutschland noch einmal einen Krieg anfängt.

Darum wurde Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs unter den Siegermächten aufgeteilt.

Der westliche Teil wurde von den USA, Frankreich und England kontrolliert, der östliche Teil von der damaligen Sowjetunion.

 

Die Siegermächte konnten sich nicht einigen, wie die Zukunft Deutschlands aussehen sollte. Russland war anderer Meinung als Frankreich, England und USA, darum wurde Deutschland aufgeteilt und es 1949 schließlich zwei deutsche Staaten mit eigenen Regierungen.

 

Die Lebensverhältnisse in beiden deutschen Staaten entwickelten sich sehr unterschiedlich.

Die Bundesrepublik entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten und reichsten Industrienationen der Welt,

in der DDR wurde schlecht gewirtschaftet, die Bürger- und Menschenrechte (zum Beispiel die Presse- und Meinungsfreiheit) beschnitten.

 

In der DDR waren viele Menschen unzufrieden mit der Politik und damit, dass jeder, der die Regierung kritisierte verfolgt und oft sogar ins Gefängnis gesperrt wurde.

Ab September 1989 gab es in vielen Städten der DDR Demonstrationen für mehr Freiheit (vor allem für Rede-, Reise- und Wahlfreiheit), gegen die Mangelwirtschaft und die staatliche Kontrolle.

Am 9. November 1989 fiel die Mauer. Schon kurz danach forderten viele Menschen in der DDR und der Bundesrepublik die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten.

 

Um den Zusammenschluss möglich zu machen, waren viele Verhandlungen notwendig.

Nicht nur zwischen den Politikern der beiden deutschen Länder.

Auch die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges, USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich, mussten der Wiedervereinigung zustimmen.

 

Innerhalb von sechs Monaten handelten die beteiligten Staaten einen Vertrag für ein wiedervereinigtes Deutschland aus. In vier Verhandlungsrunden zwischen Mai und September 1990 wurden wichtige Punkte diskutiert:

 

Welchem Staatenbund wird Deutschland zugehören? NATO oder andere?

die Stärke der Bundeswehr und Sicherheitsgarantien - kein Krieg - für die Nachbarn Deutschlands

die endgültige Festlegung der polnischen Westgrenze vorher unklar, jetzt Anerkennung Grenze Fluss Neiße Südpolen und oder ab Mitte bis Ostsee Frankreich, England und USA rufen ihre Soldaten aus Deutschland zurück.

 

Frankreich, England und USA geben das Recht auf, zu kontrollieren, was Deutschland wirtschaftlich, militärisch und außenpolitisch macht. Deutschland bekommt volle Rechte über das eigene Land zurück und kann selbst bestimmen und entscheiden.

 

Nach der Unterzeichnung des 2+4-Vertrags konnte Deutschland Ost und West wieder ein Land werden.

2+4 Vertrag am 12. September 1990 unterschrieben.

Vorher, 31. August 1990, haben die beiden deutschen länder der Einigungsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik unterzeichnet.

Er regelte die rechtlichen Bedingungen für die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990.

 

Am 3. Oktober 1990 wurde aus dem geteilten Deutschland wieder ein Land. Darum wird am 3. Oktober in Deutschland der 'Tag der deutschen Einheit' gefeiert.

Die Ziele der deutschen EU-Ratspräsidentschaft

„Gemeinsam. Europa wieder stark machen.“ ist das Motto.

Das Programm der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hat 6 Punkte:

I    Die nachhaltige Überwindung der Corona-Krise
Innerhalb der EU können wir die Corona-Krise nur gemeinsam erfolgreich bewältigen und uns auf dieser Basis mit Partnern weltweit dieser globalen Aufgabe stellen.

II   Ein stärkeres und innovativeres Europa
Wir setzen uns ein für ein innovatives Europa, das auf den zentralen Säulen Ausbau digitaler und technologischer Souveränität, Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Gestaltung einer nachhaltigen und stabilen Finanzarchitektur.

III   Ein gerechtes Europa
Wir setzen uns für gesellschaftlich Zusammenhalt ein. Wichtig ist der Schutz von Kindern und älteren Menschen. Wir möchten während unserer Ratspräsidentschaft auch die Gleichstellung von Frauen und Männern voranbringen, die Belange von Menschen mit Behinderungen berücksichtigen und eine aktive Zivilgesellschaft fördern.

IV   Ein nachhaltiges Europa
Unser Ziel ist es, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie nachhaltig zu bewältigen und dabei den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft mit zu gestalten. Die Schwerpunkte hierfür sind eine ambitionierte Klima-, Umwelt- und Biodiversitätsschutzpolitik und eine nachhaltige Landwirtschaft.

V   Ein Europa der Sicherheit und der gemeinsamen Werte
Wir wollen unsere europäische Rechts- und Wertegemeinschaft stärken.  Europa muss ein Ort bleiben, in dem sich alle Menschen – gleich welcher Herkunft, Überzeugung oder Weltanschauung frei und sicher fühlen können. In der Asyl- und Migrationspolitik setzen wir uns für ambitionierte Reformen ein.

Vi   Ein starkes Europa in der Welt
Als Präsidentschaft übernehmen wir besondere Verantwortung für ein effektives europäisches Außenhandeln. Wir sind überzeugt: Nur gemeinsam können wir Europäer internationalen Herausforderungen wirksam begegnen, unsere Interessen kooperativ durchsetzen und unsere Werte verteidigen. 

Aufgaben der Ratspräsidentschaft:

Das Land, das die Ratspräsidentschaft für 6 Monate innehat, hat verschiedene Aufgaben:

 

Bei den Treffen des Rats der Europäischen Union und den Treffen der Ausschüsse und Arbeitsgruppen muss es die Treffen organisieren und leiten, bei allen Tagungen der Fachministerräte den Vorsitz übernehmen. (Fachministerrat: z.B. Umwelt: die Umweltminister aller Mitgliedsstaaten kommen zusammen zur Beratung). 

Die Tagungen der Fachministerräte  finden in Brüssel oder Luxemburg statt.

 

Es ist Aufgabe der Ratspräsidentschaft, die Arbeit des Rates so effizient wie möglich vorzubereiten und durch die Ausarbeitung von Kompromissvorschlägen und Vermittlung zwischen den Mitgliedstaaten die Arbeit voranzubringen.

 

Bei der Europäischen Kommission und im Europaparlament vertritt die Ratspräsidentschaft den Europarat, bei Unstimmigkeiten zwischen Mitgliedstaaten hat sie Kompromisse vorzuschlagen und eine Vermittlerrolle einzunehmen.

 

Zu Beginn des Vorsitzhalbjahres wird dem Europaparlament jeweils das Arbeitsprogramm präsentiert, am Ende dem Parlament einen Bericht vorgelegt. Während der Ratspräsidentschaft berichtet sie dem Europaparlament regelmäßig über die Arbeiten im Rat, steht in Fragestunden zu aktuellen Themen Rede und Antwort und nimmt an Debatten zu wichtigen Projekten teil.

 

Bei Verhandlungen mit dem Europaparlament im Gesetzgebungsprozess vertritt es  den Europarat.

 

Organisatorische Aufgaben

Die EU-Ratspräsidentschaft bedeutet für das Land der Präsidentschaft neben der inhaltlichen Aufgabenstellung auch eine beachtliche organisatorische Herausforderung:

Konferenzgästen und Medienvertretern optimale Arbeitsbedingungen bieten. Dazu müssen Räumlichkeiten reserviert, Hotels freigehalten, Verpflegung bereitgestellt und Teilnehmertransporte organisiert, Personal für Dolmetschung und Übersetzung für ihre Aufgabe vorbereitet werden. Technik bereitstellen und für die Sicherheit der Gäste sorgen gehört auch dazu.

Europarat

Der Europarat ist kein Organ der EU, sondern eine unabhängige internationale Organisation. Er wurde 1949 als erste europäische Organisation der Nachkriegszeit gegründet. Mittlerweile sind 47 Staaten beigetreten: Alle europäischen Flächenstaaten, darunter auch Russland und die Türkei, gehören dem Europarat an (Ausnahmen: Belarus und Kosovo). Sitz der Organisation ist Straßburg.

 

Hüter der Menschenrechtskonvention

Seit seiner Gründung setzt sich der Europarat für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein. Sein wichtigstes Instrument: Die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK). Um Mitglied im Europarat zu werden, muss jeder Staat die Konvention unterzeichnen. Die Konvention ist damit geltendes Recht in allen 47 Mitgliedsstaaten.

 

Einklagbarer Schutz für jeden einzelnen Bürger

Der Europarat hat für alle Bürger der Mitgliedsstaaten einen weltweit einmaligen Schutzmechanismus geschaffen. Wer sich in seinen Menschenrechten verletzt sieht, kann vor dem Europäischen Gerichtshof für  Menschenrechte (EGMR) Klage erheben. Die Mitgliedsstaaten sind an die Urteile des Gerichts gebunden. Mit seinen Urteilen konnte der Gerichtshof so den Einsatz von Menschenrechtsverteidigern immer wieder massiv stärken und schützen.

Der Rat der Europäischen Union

Was macht der Rat der EU?

 

1. Er verhandelt und erlässt EU-Rechtsakte.

2. Er koordiniert die Politik der Mitgliedstaaten.

3. Er entwickelt die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU.

4. Er schließt internationale Abkommen.

5. Er stellt den EU-Haushaltsplan fest.

 

1. Er verhandelt und erlässt EU-Rechtsakte.

Er verhandelt und erlässt Rechtsakte meistens gemeinsam mit dem Europäischen Parlament im Rahmen des ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens.

 

2. Er koordiniert die Politik der Mitgliedstaaten.

Wirtschafts- und Haushaltspolitik: der Rat koordiniert die Wirtschafts- und Haushaltspolitik der Mitgliedstaaten; er überwacht ihre Haushaltspolitik, fasst sich mit rechtlichen und praktischen Aspekten des Euro, den Finanzmärkten und dem Kapitalverkehr.

Bildung, Kultur, Jugend und Sport: der Rat verabschiedet politische Rahmen und Arbeitspläne der EU, in denen die Schwerpunkte der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission festgelegt sind.

Beschäftigungspolitik:  Der Rat erstellt die jährlichen Richtlinien und Empfehlungen für die Mitgliedstaaten auf Grundlage der Schlussfolgerungen des Europäischen Rates zur Beschäftigungslage in der EU.

 

3. Er entwickelt die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU.

Der Rat übernimmt nach Maßgabe der vom Europäischen Rat vorgegebenen Leitlinien die Festlegung und Umsetzung der Außen- und Sicherheitspolitik der EU. Dazu gehören auch die Entwicklungshilfe und humanitäre Hilfe, die Verteidigung und der Handel der EU. Der Rat sorgt für ein einheitliches, konsequentes und wirksames außenpolitisches Handeln der EU.

 

4. Er schließt internationale Abkommen.

Der Rat beauftragt die Kommission, im Namen der EU Abkommen zwischen der EU und Drittländern bzw. internationalen Organisationen auszuhandeln. Am Ende der Verhandlungen entscheidet der Rat auf Grundlage eines Vorschlags der Kommission über die Unterzeichnung und den Abschluss eines Abkommens. Er erlässt den endgültigen Beschluss über den Abschluss des Abkommens, sobald das Parlament seine Zustimmung erteilt hat und alle EU-Mitgliedstaaten das Abkommen ratifiziert haben.

Diese Abkommen können große Bereiche, wie Handel, Zusammenarbeit und Entwicklung, abdecken oder aber besondere Themen, wie Textilien, Fischerei, Zölle, Verkehr, Wissenschaft und Technologie usw., betreffen. 

 

5. Er stellt den EU-Haushaltsplan fest.

Der Rat stellt den Haushaltsplan der EU fest, gemeinsam mit dem Parlament.

Der Haushaltszeitraum umfasst ein Kalenderjahr. Der Haushalt wird normalerweise im Dezember festgestellt und gilt ab dem 1. Januar des folgenden Jahres.

Der Europäische Rat

Der Europäische Rat legt die allgemeinen politischen Zielvorstellungen und Prioritäten der EU fest. Er gehört nicht zu den Gesetzgebungsorganen der EU und erörtert oder verabschiedet daher keine EU-Rechtsvorschriften. Er bestimmt vielmehr die politische Agenda der EU; hierzu nimmt er auf seinen Tagungen jeweils sogenannte "Schlussfolgerungen" zu wichtigen anstehenden Themen und den zu ergreifenden Maßnahmen an.

Mitglieder des Europäischen Rates

 

Die Mitglieder des Europäischen Rates sind die Staats- und Regierungschefs der 27 EU‑Mitgliedstaaten, der Präsident des Europäischen Rates und der Präsident der Europäischen Kommission.

Beschlussfassung

 

Der Europäische Rat entscheidet in der Regel im Konsens. In besonderen Fällen, die in den EU-Verträgen dargelegt sind, entscheidet er jedoch einstimmig oder mit qualifizierter Mehrheit.

Der Präsident des Europäischen Rates und der Präsident der Kommission nehmen an den Abstimmungen nicht teil.

Ohne Wiederaufbaufonds ist die Demokratie in Europa in Gefahr

Im EU-Parlament streitet man sich, wieviel Prozent von den 750 Mrd € als Zuschuss ausgezahlt werden soll.

Merkel versucht zu werben für die Zuschüsse: Länder die schon hohe Schulden haben, sollen Zuschüsse bekommen. Noch ein Kredit bedeutet für diese Länder noch mehr Schulden. Kredite sind für sie sinnlos. Einige Länder sind dafür, dass der Wiederaufbaufonds in Krediten verteilt wird und lehnen die Zuschüsse ab. Merkel versucht, diese Länder zu überzeugen, dass sie auch die Zuschüsse anerkennen.

 

Einige Länder sind stark Corona-geschädigt, andere wenig. Dazu muss das Geld richtig verteilt werden. Länder, die stark Corona-geschädigt sind, sollen mehr Geld bekommen als Länder, wo die Corona-Pandemie nicht so schlimm war.

 

Bisher hat Deutschland immer abgelehnt, dass Europa gemeinsame Schulden macht.  Jetzt ist es ganz anders. Merkel sagt, die Corona- Pandemie ist  eine große Krise, alle müssen zusammenhalten. Deutschland hat wenig Schulden und kann ein bisschen mehr Schulden machen. Italien und Spanien sind durch Corona sehr belastet: die Wirtschaft ist  eingebrochen, die Medizin an ihre Grenzen gekommen und die Menschen trauern, weil so viele durch Corona gestorben sind. Wenn man das sieht, darf Deutschland nicht nur an sich selbst denken, sondern muss solidarisch sein.

 

Für Europa ist wichtig, dass die Wirtschaft stabil bleibt. Wenn die Arbeitslosigkeit in einem Land sehr hoch ist, kann es zu politischen Unruhen kommen. Das ist gefährlich für die Demokratie in Europa. Darum ist der Wiederaufbaufonds so wichtig.

 

Merkel ist besorgt, weil die internationale Zusammenarbeit fehlt. Wir müssen offen bleiben für den Welthandel. China versucht eine Weltmacht zu werden und Amerika will nicht mehr Weltmacht sein. Diese Situation zwingt Europa eng zusammenzuhalten und genau zu überlegen, wie man in Europa die Zukunft organisiert.

Das wichtigste Projekt der deutschen Ratspräsidentschaft

Die Bundeskanzlerin hat oft Kritik bekommen, weil sie zum Thema Europa immer kühl und sachlich geblieben ist. Jetzt, in der Corona- Krise, engagiert sie sich für ein riesiges Rettungspaket.

 

2007 hat Deutschland den Vorsitz in der EU gehabt. Damals wurden 50 Jahre EWG gefeiert. In Berlin, am Brandenburger Tor. Damals erinnerte Merkel  an die Mauer. Damals sagte Merkel: „Nichts muss bleiben für immer.“ Der Satz ist positiv. Er sagt, dass die Mauer nicht für immer bleibt.

 

Seit 1. Juli hat Deutschland wieder den Vorsitz in der EU. Viele erinnern sich an den Satz „Nichts muss bleiben für immer“ Aber diesmal hat der Satz vielleicht keine positive Bedeutung. Vielleicht ist der Satz eine Warnung? Nichts muss bleiben für immer - die Länder müssen nicht in der EU bleiben? Die EU bleibt nicht?

 

Europa ist im Moment in einem großen wirtschaftlichen Problem. Ob das Problem gelöst werden kann, weiß man nicht. Das Problem soll mit einem Hilfsfonds, dem Wiederaufbaufonds gemildert werden. Merkel wirbt für den Fonds. Sie sagt: „Mit einem Wiederaufbaufonds können nicht alle Probleme in Europa gelöst werden. Aber ohne Fonds werden die Probleme noch größer. Für alle Mitgliedsstaaten ist es wichtig, wenn der Markt in Europa stark bleibt und Europa sich der Welt einig zeigt.

 

Merkel muss den Fonds in der Ratspräsidentschaft bis Dezember versuchen durchzusetzen.

Angela Merkel sagt zu verschiedenen Zeitungen im Interview: „Die Pandemie ist eine sehr große Herausforderung. Die Wirtschaft ist sehr stark betroffen. Dazu kommen noch sehr schwierige und Themen dazu: Klimawandel und Digitalisierung. Außerdem: Verschiedene Länder haben verschiedene Vorstellungen und Ansprüche, in der Welt ist es sehr hart zu verhandeln.

 

Wir sind gezwungen, etwas zu tun.“

Merkel hofft, dass die EU-Mitgliedsstaaten in der großen Krise großes Interesse haben an einem Gemeinsam in Europa. Wenn das stimmt, dann kann Merkel in dem halben Jahr Ratspräsidentschaft das wichtigste Projekt, den Wiederaufbaufonds, durchsetzen. Für diesen Fonds hat die EU geplant, 750 Mrd Euro Kredit aufzunehmen und das Geld teils als Zuschüsse, teils als Kredite zu verteilen.

Aktuelle Information

Zwischendurch hat das Team Netzwerk das von Aktion Mensch geförderte Projekt Corona Soforthilfe technisch und Organisatorisch auf die Beine gestellt. Für das Projekt hat unser Vorstand den Kommunikations-Experte Markus Meincke, München zum Projektleiter berufen, gemeinsam mit unserem Vorstandmitglied Andre Sailer, der für aktuelles Einloggen auf unsere Webseite www.net-gest.de zuständig ist.

 

Derzeitig wurden auch einige Moderatoren oder Taubendolmetscher/in involviert, um die Aufklärungsfilme in Gebärdensprache zu bewerkstelligen. Kürzlich ist bereits ein Videofilm  Europa-Rat veröffentlicht worden. In Kürze kommt noch wieder ein Videofilm von Daniela Happ über die Arbeit und das Wirken des Europäischen Rates. Ende Juli kommt noch ein Videofilm von Robert Jasko über Corona-Entwickung und Stand.

 

Außerdem haben wir ein Kommunikationsplattform mit ASSISTENZ für Telekommunikationsservice eingerichtet und mit fast gebärdensprachkundigen Dolmetscherstudenten besetzt. Markus Meincke wird euch in Kürze über die Funktion der Servicestelle erklären. Gleichzeitig in Kürze wird den kommunikationsisolierten Gehörlosen Tablets übergeben.

Der Vorstand ist bestrebt, diese Aktion nach und nach zu realisieren.

 

Rudi Sailer mit Vorstand 

EU-Kommission schnürt 750-Milliarden-Euro-Hilfspaket

In Europa ist durch die Corona-Pandemie die Wirtschaft schlechter geworden. Deshalb will  die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: Ein 750 Milliarden Euro Hilfspaket solle für den wirtschaftlichen Aufschwung in Europa Europas zur Verfügung gestellt werden.

 

Davon sollen 500 Milliarden Euro Zuwendungen, die nicht zurückgezahlt werden müssen und 250 Milliarden Euro Kredite sein, die mit Zinsen zurückgezahlt werden müssen.

Von den 500 Mrd Zuwendungen sollen Italien und Spanien, die von Corona besonders schlimm betroffen snd, über 300 Mrd. bekommen.

 

Woher kommt das Geld?

Alle Banken, private und staatliche Unternehmen, Privatpersonen der Länder in Europa zahlen jedes Jahr  Geld in den „Kapitalmarkt“ ein (Börse). Das Geld ist langfristig angelegt. Dieses Geld soll die EU leihen und für die  Wirtschaft nach Corona verteilen. Alle europäischen Staaten sollen dann in 10,  20, 30 oder mehr Jahren das Geld zurückzahlen.

 

Von  der Leyen sagt, dass die Corona-Krise eine hohe Investition erfordert, damit sich die Wirtschaft in Europa wieder erholt. Sie schlägt vor, für 2021-2027 soll die EU einen Finanzrahmen von 1 Billion Euro haben.

Finanzrahmen: Der Finanzrahmen legt fest, wieviel Geld die EU darin einem Jahr für bestimmte Bereiche max. ausgeben darf. Der Finanzrahmen wird alle 7 Jahre neu entschieden. Darum schlägt von der Leyen für 2021-2027 einen Finanzrahmen von 1 Billion Euro vor.

Die 27 EU-Staaten müssen darüber beraten und über den Finanzrahmen und das Hilfspaket einstimmig zustimmen.

 

Durch die Corona-Krise ist Europa in einer schweren wirtschaftlichen Rezession. So schlimm war es bisher noch nie. Experten haben ausgerechnet, dass die Wirtschaft in Europa durch Corona dieses Jahr um 7,4 % schrumpfen wird.

 

Vor Von der Leyens Vorschlag haben die EU-Länder schon 540  Mrd Euro Kredithilfen zur Verfügung gestellt.  Das Geld soll besonders schlimm betroffenen Ländern wie Italien, Spanien und Griechenland helfen.

 

Wenn alle EU Mitgliedsstaaten zustimmen, kommt das Hilfspaket dazu.

Der Unterschied zwischen 540 Mrd Kredithilfe und 750 Mrd Hilfspaket ist: Die Kredithilfe muss von den Ländern, die das Geld in Anspruch genommen haben, mit Zinsen zurückzahlen. Hilfspaket: ALLE europäischen Mitgliedsstaaten zahlen die Zuwendungen gemeinsam zurück. Österreich, Niederlande, Schweden und Dänemark  sind dagegen. Sie wollen nicht, dass das Geld als Zuwendungen vergeben wird, sie wollen, dass es als Kredite gegeben wird, die die Länder wieder zurückzahlen müssen.

 

Die3 EU- Mitgliedsstaaten schauen genau auf Deutschland. Deutschland ist die stärkste Volkswirtschaft in Europa und zahlt am Meisen Geld in die EU ein. Dazu kommt, dass seit 1.7. Deutschland den Vorsitz über die EU- Länder hat (der Vorsitz wechselt alle 6 Monate). Das heißt, Angela Merkel ist wichtig für die Bewältigung der Corona-Krise und alles schauen was sie macht.

Kurzmeldung vom Vorstand

Assistenz für Menschen mit Behinderung und in Gebärdensprache sichern!

 

AKTION MENSCH hat die Förderung für CoronaSoforthilfe für uns In dankenswerter Weise bewilligt.

Unser Team ist aktuell in Aktion und wird den Ablauf und die Organisation noch informieren.

 

Projekttitel: INFO- NACHRICHTENDIENST in GEBÄRDENSPRACHE, ASSISTENZ und KURSE von Helfern

Laufzeit: 1.Mai bis 31.Oktober 2020

Assistenz mit Kommunikationsplattform wird In Kürze errichtet.

Projektvideotelefon mit Mailling kommt bald.

 

Net-Gest-Team

Unterstützung für gehörlose Senioren

Liebe Mitglieder der Gehörlosen-Stadtverbände,

 

Die Corona-Pandemie stellt uns alle momentan vor große Herausforderungen. Viele Menschen können ihrer Arbeit nicht nachgehen, Kinder können keine Schulen oder Kindergärten besuchen und müssen zuhause betreut und unterrichtet werden und wir können unsere Liebsten nicht besuchen.

 

Die älteren Menschen in unserer Gesellschaft trifft es aber noch schlimmer. Viele Senioren leben alleine und sind durch die Isolation von Vereinsamung bedroht. Häufig sind für Senioren die Besuche von Verwandten und Freunden die einzigen Kontaktmöglichkeiten nach außen gewesen. Besonders schlimm ist es derzeit für ältere Menschen, die sich mit moderner Technik nicht auskennen und denen Videochats über Skype oder Ähnliches nicht möglich sind. Für sie bedeutet die momentane Krise, dass sie keine Möglichkeit zur Kommunikation haben. Das macht es für sie schwierig, um Hilfe und Unterstützung zu bitten und auch die psychische Gesundheit ist gefährdet, wenn Kontakte nach außen nicht möglich sind. Wir möchten nicht, dass gehörlose Senioren als Teil unserer Gemeinschaft vergessen werden.

 

Wir haben als Netzwerk verschiedene Lösungsmöglichkeiten diskutiert um mit diesem großen Problem umzugehen. Aktion Mensch hat seit kurzem eine Corona-Soforthilfe eingerichtet und wir haben als Netzwerk genau für solche Fälle einen Förderantrag eingereicht. Wir möchten ältere Menschen unterstützen, indem wir Tablets/I-Pads anschaffen und sie mit den nötigsten Funktionen wie Videotelefonie und Notruf-App ausstatten. Um dabei Kosten zu sparen, möchten wir gebrauchte Tablets oder vergünstigte Auslaufmodelle kaufen. Diese sollen dann Senioren bekommen, die keine eigenen Geräte und Möglichkeiten zum Videochatten haben.

 

Um zu ermitteln, wo solche Geräte momentan am dringendsten gebraucht werden, brauchen wir jetzt eure Hilfe! Als Vorstände, Mitglieder oder Leiter/-innen von Selbsthilfe oder Seniorengruppen kennt ihr eure Mitglieder selbst am besten. Wisst ihr von älteren Menschen, die momentan alleine zuhause isoliert sind und die diese Unterstützung dringend bräuchten? Dann lasst uns das bitte wissen und wir tun unser Möglichstes um ein Gerät für diese Personen zu besorgen.

 

Da wir nur eine begrenzte Stückzahl finanzieren können ist es wichtig, nur Personen dabei zu berücksichtigen, die diese Unterstützung wirklich dringend brauchen. Wir warten momentan auf die Bewilligung des Geldes von Aktion Mensch, aber voraussichtlich können wir erstmal nur 1000€ in Tablets investieren. Um diese Unterstützung aber noch mehr Menschen anbieten zu können bitten wir euch, bei euren Städten, Gemeinden oder Behindertenbeiräten auch um finanzielle Hilfe zu bitten. Unten findet ihr ein Beispiel für ein Anschreiben, das ihr gerne für eure Anfrage anpassen und umändern könnt.

 

Zum Schluss möchten wir aber auch an euch persönlich appellieren: Vergesst die älteren Gehörlosen in eurem Umfeld nicht! Diese Zeit ist für sie besonders hart und sicher freuen sich alle Großeltern und älteren Bekannten auch mal wieder über einen Videoanruf, ein Fax oder einen Brief.

 

Viele Grüße, bleibt Gesund!

 

Euer Netzwerk der Gehörlosen-Stadtverbände

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Aufklärungsvideo von Robert Jasko

In Fortsetzungsreihe von Aufklärungsvideo von Robert Jasko zeigt unser Netzwerk folgendes im Rahmen von Infodienst in Gebärdensprache. 

Aktionstag 5 Mai

Liebe taube Mitbürger*innen,

liebe Mitglieder der Stadtverbände, Selbsthilfeverbände und Fördervereine,

liebe Fördermitglieder und Neuinteressent*innen,

 

Heute ist der 5. Mai, traditionell alljährlich ein Europäischer Aktionstag. In diesem Jahr sind aufgrund von Kontaktsperren und Verbot von Menschenansammlungen keine Präsenzveranstaltung am Ort möglich.

 

Warum?

Jedes Jahr motivieren viele Organisationen in Europa zum 5. Mai Aktivist*innen, ob jung oder alt, sich vor Ort zu beteiligen und sich für eine inklusive Zukunft einzusetzen.

 

Das Ziel des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ist es, auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam zu machen. Aktivist*innen setzen sich dafür ein, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können.

 

Gemeinsam sensibilisieren wir für das Thema Inklusion und machen auf bestehende Missstände aufmerksam und das jedes Jahr wieder. Die Aktion Mensch unterstützt uns dabei mit den Aktions-Fördermitteln.

 

Wir möchten dazu auffordern, trotz der Ausbremsung durch Kontakteinschränkung, den 5. Mai als Protesttag zu begehen und ihn in dieser herausfordernden Zeit neu zu denken!

 

Du vermisst jetzt eine Demo, einen Info-Stand oder eine Podiumsdiskussion für den 5. Mai, der vorher geplant war und nun ist alles abgesagt? Jetzt heißt es: umdenken! Denn einige Aktionsideen können auch online umgesetzt werden. Zum Beispiel könntet ihr eigene Videobeiträge in Gebärdensprache aufnehmen und Interviews oder Erzählungen aus eurer Lebenssituation im Kontext „ZUHAUSE BLEIBEN“ teilen.

 

Eine weitere Protestmöglichkeit ist eine Videodiskussion.

Du kannst die Videokonferenz wie eine Podiumsdiskussion organisieren. Frag zum Beispiel vier Personen zum Thema „Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“ an. Bitte sie, an deiner Videokonferenz teilzunehmen und mitzudiskutieren. Du könntest die Moderation übernehmen. (Ist jemand unsicher, ob er die richtige Technik zur Verfügung hat, teste die Technik vorab mit der jeweiligen Person.)

Während der internen Diskussion nimmst du ein Video auf, das du später auf deiner Webseite, bei Facebook oder auf Instagram teilen kannst. Dann erfahren auch viele andere Menschen vom Protest zum 5. Mai. Du kannst dein Video auch erst einmal ganz in Ruhe aufnehmen, vielleicht auch schneiden und dann erst veröffentlichen. Es gibt drei einfache Möglichkeiten:

 

Hier findest du ein paar grundlegende Infos, Tipps und Tricks.

 

  • Ein fast persönliches Team-Treffen:
    Du kannst dich mit Deinem Team per Videochat in Gebärdensprache unterhalten. Der Vorteil dabei ist, dass du dein Team auch sehen kann. Das ist zwar nicht das gleiche, wie wenn man sich persönlich trifft, aber es ist trotz der Ferne ähnlich.
  • Integrierte Aufnahmefunktion:
    Beim Smartphone gibt es (meistens) eine Videoaufnahmefunktion. Du findest sie im Foto-Menü. Viele Laptops oder Tablets haben auch eine Aufnahmefunktion, du findest sie meist im Foto-Menü. Nachdem du auf den Aufnahme-Knopf gedrückt hast, geht es sofort los.
  • Kamera im Tablets oder Ipad:
    Hat dein Computer, Laptop oder Tablet eine Kamera mit Aufnahmefunktion, gibt es dafür natürlich auch Programme. Die sind meistens nicht ganz so leicht zu bedienen. Mit etwas Zeit und nachdem du ein paar Anleitungen gelesen und Erklärvideos gesehen hast ist es gar nicht mehr so schwierig
  • Fotokamera mit Videoaufnahme-Funktion:
    Es gibt auch die Möglichkeit mit einer Fotokamera Videos aufzunehmen, wenn dein Computer keine Kamera und kein Mikrofon hat. Sende die Interview- und Diskussionsfilme an unser Netzwerk – Wir sammeln die Videos und veröffentlichen sie auf unserer „DIALOG-Seite“

Keine Angst, wenn nicht alles sofort funktioniert! Egal ob du deinen ersten Livestream, eine Videokonferenz oder Podcast produzierst – es muss nicht alles perfekt sein.

 

Im Herbst 2020 versuchen wir uns an einem neuen geeigneten Termin zum Aktionstag zusammen mit dem Gehörlosen-Städtetag in Ingolstadt endlich zu treffen und eine Podiumsdiskussion mit Politiker*innen zu arrangieren.

 

Wir zeigen dann auch eure Erzählvideos und Bilder über die Situationen der gehörlosen Mitbürger*innen. Dann soll es um Themen wie verschiedenste Handikaps in dieser Zeit, Zwangsisolation und „Zuhausebleiben“, eine Auswertung über das Informationsspektrum von Land- und Bundestag, familiäres Zusammen und die Isolation von Alleinlebenden und Senioren gehen.

 

Bis dahin, bleibt gesund und lasst und den Protesttag zum 5. Mai heute mal anders begehen!

 

Rudi Sailer


Nacht der Museen

veröffentlicht am 01.April 2016

Liebe gehörlose, schwerhörige und gebärdende Kulturinteressierte,

 

hier findet Ihr wieder alle Infos zum kommenden Quartal – das zweite von April bis Juni ist ja immer ein ganz besonderes, weil es in dieser Zeit die Lange Nacht der Museen gibt. Ich freue mich, viele von euch, dort und in den anderen Führungen zu sehen!

 

Wichtig ist für die Lange Nacht der Museen, dass Ihr Eure Tickets schon vorher kauft – an dem Abend gibt es lange Schlangen an der Kasse. Die Tickets sind natürlich für Personen mit einem Schwerbehindertenausweis ermäßigt und in jedem Hamburger Museen zu kaufen.

 

Es gibt dieses Jahr auch wieder einen neuen Kinderkurs mit Debo Skorupka, der im Juni/Juli stattfindet. Ich hoffe, dass Eure Kinder, wenn sie zwischen fünf und zwölf Jahren alt sind, dabei sind. Erzählt auch gern anderen Eltern von dem Angebot! Anmeldeschluss ist der 27. Mai 2016!

 

Ein absolutes Highlight ist eine Ausstellung zu Pablo Picasso, aber zu einem ganz neuen Thema  - nämlich dem Motiv des Fensters, das immer wieder in seinen Werken vorkommt und das sich ganz unterschiedlich interpretieren lässt.

 

Die „Genialen Dilletanten“ hatten keine Rechtschreibschwäche, sondern schrieben den Namen eines Festivals in Berlin ganz absichtlich falsch! Warum, wird durch diese Ausstellung klar werden.

 

Ganz in die Moderne gehen wir mit einer Ausstellung zu einem Gegenstand, den man vielleicht gar nicht als Kunstwerk sehen würde – dem Turnschuh, oder, wie er heute genannt wird, dem Sneaker!

 

Die Infos zu diesen und vielen weiteren Ausstellungen und Führungen findet Ihr wie immer im Anhang.

Natürlich könnt Ihr Euch immer gern an mich wenden, wenn Euch keiner der angebotenen Termine aus dem Anhang passt oder wenn Ihr Euch für eine noch laufende Ausstellung interessiert, für die keine Termine mehr auf der Liste steht. Wir machen dann einen für Euch passenden Termin aus.

 

Wie immer freue ich mich, wenn Ihr diesen Newsletter weiterempfehlt! 

Alle aktuellen Termine findet Ihr auch immer unter www.museumsdienst-hamburg.de – neuerdings findet Ihr hier auch viele Infos in DGS!

 

Herzliche Grüße und bis bald,

Martina Bergmann

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Museumsdienst HH 2.Quartal 2016
Museumsdienst HH 2. Quartal 2016 in DGS.
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Lange Nacht der Museum
MUSEUMSDIENST HAMBURG Lange Nacht der Mu
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Einladung zum 13. Gehörlosen-Städtetag

veröffentlicht am 20.März 2016

Liebe Netzwerkmitglieder,
Das Team  Öffentlichkeitsarbeit -Webmaster -Visuelles (ÖWV) des Netzwerks der Gl Stadtverbände präsentiert hiermit als weiteres Informationsmedium den Videofilm  in Gebärdensprache. Weitere Ergänzungen und Verbesserungen werden laufend eingebaut.

Viel Spaß beim Anschauen !

Der Vorstand

Liebe Vorstände und Fördermitglieder. Gemäß der Satzung laden wir Euch hiermit fristgerecht zum 13. Gehörlosen-Städtetag von 6. bis 8. Mai 2016 ein und freuen uns mit dem Vorstand auf Eure Teilnahme. 

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13. Städtetag 2016 in Freising
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Vorankündigung
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Vorwort

veröffentlicht am 17.Februar 2016

Liebe Vorstände der Mitglieds- Stadtverbände, liebe Fördermitglieder, liebe Freunde und Förderer,

 

wie beim 13. Fachtag zum Jahresanfang 2016 in Eisenach bereits angekündigt,  startet das Netzwerk heute mit seinem STARTUP an den Startblock.

 

Die Webseite NET-GEST erscheint jetzt gegenüber der alten Version im neuen Design. Wir arbeiten mit einem neuen Provider, der uns mit vielfältigen Webdesigns unterstützt. Unsere Inhalte bleiben dabei erhalten.

 

Die überarbeitete Homepage, die Ihr nun sehen könnt, soll als innovative und technologieorientierte Plattform das Wirken des Netzwerks der Gehörlosen- Stadtverbände widerspiegeln. Andreas S. wird die Webseite fortlaufend „pflegen“ und die Mitglieder der Stadtverbände und die Besucher informell und aktuell mit Informationen versorgen.

 

Die Webseite wurde komplett überarbeitet.

 

Bisher übernommen: 

  • a) Standorte der Gehörlosenzentren
  • b) Aktuelle Dokumente und Jahresberichte
  • c) Bildungsangebote wie Fachtagungen, Seminare und Spezial-Kurse

Neu gestaltet

  • a) Partnerschaften mit Nachbar-Gehörlosenorganisationen (Nonprofit-OIO) 
  • b) Stadtführer, Museumsführer und  Referentenlisten für wichtige Themenfelder
  • c) Projekt-Management , Jahreszyklus und Benchmarking

Das Netzwerk ist dynamisch, zukunftsorientiert und denkt in europäischer Dimension.

Unser Jahresmotto lautet:

Gebärdensprache vernetzt – europäisch denken - austauschen

 

Euer Rudi Sailer (Vorsitzender)   Werner Collet ( Stellvertreter)


Fachtagung in Eisenach 07.01.-10.01.16

veröffentlicht am 17.Februar 2016

Die traditionelle Fachtagung, die von 7. - 9. Januar 2016 in Eisenach stattfand, jährt sich zum 13. Male und war wieder einmal eine gelungene Veranstaltung. Es bestand großes Interesse an den angebotenen Themenfeldern und Diskussionen. Die Teilnehmergruppen kamen aus Kreis- und Stadtverbänden aus Karlsruhe, Ingolstadt,  zum Teil wieder aus Leipzig sowie aus München. Außerdem gab es Einzelinteressente, die lange Zeit nicht wussten, dass unser Netzwerk jedes Jahr eine solche impulsreiche und wissensvermittelnde Fachtagung durchführt.

 

Die Themenfelder behandelten diesmal die Bewertung der bisherigen Positionen der Gehörlosenvertretungen in der lokalen Politik, den Fortbestand der Gehörlosenzentren,

die Zukunftswerkstatt mit neuen Schwerpunkten und auch Fördermöglichkeiten im Rahmen von ERASMUS plus. Als Referenten standen gehörlose Experten mit Gebärdensprachkompetenz und  mit innovativen Vorschlägen zur Verfügung.

 

Diesmal stand ebenfalls die aktuelle Flüchtlingspolitik als wichtiger Tagungspunkt im Blickfeld, wobei gehörlosen Beauftragten für Migranten und freiwilligen Mitarbeiter Ihre Erfahrungen berichteten. Weiter war die Überarbeitung der Webseite des Netzwerks (www.Net-Gest.de) ein Programmpunkt, deren Formate an das viel genutzte Smartphone angepasst wird und deren Startup mit anderem Provider in Kürze bevorstand.

 

Es wurden Gedanken darüber ausgetauscht, dass in Zukunft verstärkt mit europäischen Gehörlosenverbänden im europäischen Geiste zusammengearbeitet wird, wie zum Beispiel mit den bisherigen Kooperationspartner des EU-Projekts GeDeMi – Grundtvig. Später sollen auch benachbarte Regionen wie zum Beispiel Tschechien oder Südpolen mit einbezogen werden. Der nächste Städtetag soll zeitlich mit dem Europäischen Aktionstag am 5. Mai verbunden werden, als Ort wird noch eine gute Stätte im Raum Schwaben / West-Oberbayern herausgesucht.

 

Die Teilnehmergruppen der Fachtagung hat der Inhalt und der Aufenthalt in Eisenach während des Fachtages lt. Feedback gut bis sehr gut gefallen.

 

Rudi Sailer

geschrieben Agatha Gonsior

Am 07.Januar kamen wir in Haus Hainstein in Eisenach an. Draußen lagen Schnee und war sehr winterkalt, ich kam von warme Süden.

Wir kennenlernten und wiedersahen den andere TeinehmerInn bei Kaffeetrinken und Kuchenessen. Danach gingen wir in Tagungsraum rein.

 

Verschiedene Themen zu Fachtagung waren meist interessant. Thema über Open Data, Zugang zu verschiedene Information und Statistiken. Besondere Interesse war Flugradar, wir konnten sehen, welche Flugzeuge abfliegen oder landen von Flughafen Frankfurt am Main. Ein Teilnehmer sah heraus über Himmel ein Flugzeug und Kilian Knörzer zeigte gerade Flugdate von diese Flugzeug. Daten beinhaltete Ankunftszeit, Ort, Name von Flugzeug, von welche Flughafen.

 

Thema war auch dabei, Flüchtlingspolitik, Alexander von Meyenn und Ege Kacar. Alexander berichtete über Erfahrung mit taube Flüchtlinge. Umgang und Information weitergeben. Ege berichtete über Situation in NRW und erklärte wie man mit Flüchtlinge umgehen soll, was nicht.

 

In Tagung gab natürlich Diskussionen, Workshop, Arbeitsgruppe. Wir lachten, waren auch nachdenklich, lernten, erlebten „Aha-Effekte“.

 

Zwischen gab auch Mittagspause, manche gingen in Stadt Eisenach und tranken Glühwein, Und andere gingen zu Wartberg und Aussicht genießen.

 


Prost Neujahr

veröffentlicht am 31.Dezember 2015


13. Fachtagung in Eisenach

veröffentlicht am 15.Dezember 2015

Liebe Mitglieder des Netzwerkes,

 

der Vorstand lädt Euch herzlich zur Fachtagung des Netzwerkes im Januar 2016

 

Schon seit vielen Jahren findet diese Fachtagung mit immer neuen Themen in Eisenach statt und erfreut sich fester Kontinuität. Dieses Mal bieten wir Euch eine halbe Projektwoche mit unterschiedlichen Programmteilen für unsere Mitglieds-Stadtverbänden, diesmal wollen wir nach Vorstandentscheid zur Gewinnung von jüngeren bis mittelaltrigen Einsteiger und Newcomer die Chance zur Teilnahme geben und einen besonderen Bonus-Teilnehmerpreis anbieten.

 

Bitte notiert euch die Woche vom 07. – 10. Januar 2016. Die Veranstaltung wird wieder im Haus Hainstein in Eisenach stattfinden.

 

Auch Eure Programmvorschläge sind für die Zukunftsentwicklung herzlich willkommen. Wir freuen uns auf Eure zahlreichen Anmeldungen, trotz knapper Zeit vor Weihnachten .

 

Viele Grüße und besinnliche Adventzeit , auch im Namen des Vorstandes

 

Rudi Sailer und Werner Collet 

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Begleitbrief zur 13.Fachtagung
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Anmeldung zur 13.Fachtagung
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Anfahrtsskizze
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Museumsdienst Hamburg

veröffentlicht am 15.Dezember 2015

Liebe gehörlose, schwerhörige und gebärdende Kulturinteressierte,

 

Ich habe gute und wichtige Neuigkeiten: Schon über die letzten Monate habe ich auch DGS-Versionen der Ankündigungen zu kommenden Ausstellungen angefertigt und online gestellt. Nach dieser Probephase möchte ich Sie nun offiziell darauf hinweisen – Sie finden die Videos hier.

 

Hier kommen die Infos zum 1. Quartal 2016: 

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pdf-Dokument: Museumsdienst HH 1Q-2016 (DGS)
2015-12-15_Museumsdienst_HH_1Q-2016_DGS.
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pdf-Dokument: Museumsdienst HH 1Q-2016 (Schwerhörige)
2015-12-15_Museumsdienst_HH_1Q-2016_Sh.p
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Diese Info bekommen Sie bestimmt mitten im Weihnachtstrubel, ich hoffe, dass Sie sich das Programm trotzdem einmal anschauen.

 

Ich habe das Jahr 2015 und die Führungen, die ich gegeben habe, als sehr vielfältig und schön empfunden und hoffe, dass Sie dies auch so sehen – wenn ja: Auf ein Wiedersehen im neuen Jahr!

 

Hier die Zusammenfassung einiger Highlights, die Informationen zu allen anderen Angeboten finden Sie wie immer im Anhang.

 

Die Ausstellung „Nolde in Hamburg“ in der Kunsthalle wird fortgesetzt – eine spannende Ausstellung, die zeigt, wie sich typische Hamburger Szenen, vor allem um das Hafenviertel, durch verschiedene Medien darstellen lässt. Diese Ausstellung war in 2015 sehr gut besucht und ich freue mich, hier weiterhin Besucher*innen willkommen heißen zu können.

 

Hamburg ist auch in einer anderen aktuellen Ausstellung der Star, allerdings durch die Gesichter von Menschen, die mit der Stadt verbunden sind oder waren. Vielleicht kennen Sie einige Hamburger Berühmtheiten? In der Ausstellung „Hamburg ins Gesicht geschaut. Porträts aus fünf Jahrhunderten“ im Hamburg Museum wird ein ganz anderer und sehr interessanter Blick auf Hamburg und seine Menschen geworfen.

 

Jede_r kennt Alltagsgegenstände wie Scheren, Brillen, Messinstrumente oder Klappmesser und freut sich, wenn sie funktional gestaltet sind – doch meist wissen wir nicht, wer sie entworfen hat. Die Ausstellung „No Name Design“ im Museum für Kunst und Gewerbe wirft einen genauen Blick auf die kleinen Gegenstände, die uns normalerweise nie auffallen würden, aber doch in sich kleine handwerkliche und planerische Kunstwerke sind.

 

Ich möchte noch einmal mitteilen, dass Sie sich immer gern an mich wenden können, wenn Ihnen keiner der angebotenen Termine aus dem Anhang passen sollte oder wenn Sie sich für eine noch laufende Ausstellung interessieren, für die keine Termine mehr auf der Liste stehen. Wir machen dann einen für Euch passenden Termin aus.

 

Wie immer freue ich mich, wenn Sie diesen Newsletter weiterempfehlen!

 

Alle aktuellen Termine finden Sie auch immer unter www.museumsdienst-hamburg.de

 

Herzliche Grüße und bis bald,

 

Martina Bergmann

Bildung und Kunstvermittlung in Deutscher Gebärdensprache

 

***

Stiftung Historische Museen Hamburg

Museumsdienst Hamburg

Holstenwall 24 | 20355 Hamburg

Bildtelefon: +49 (0)40 - 311 08 003 | Fax: +49 (0)40 - 427 925 324 | Skype: museumsdienstHH

E-Mail: martina.bergmann@museumsdienst-hamburg.de

Internet: www.museumsdienst-hamburg.de


12. Städtetage von 08. Mai bis 10. Mai 2015 in Leipzig

veröffentlicht am 04.Juli 2015

 

Dieses Mal fand der alljährliche Städtetag des Netzwerks der Gehörlosen-Stadtverbände e.V. vom 08. bis 10. Mai in Leipzig in der Villa Davignon statt. Das Netzwerk der Gehörlosen-Stadtverbände e.V. hat gemeinsam mit dem Stadtverband der Hörgeschädigten Leipzig ein reichhaltiges Programm für die Teilnehmer vorbereitet.

 

Viele Teilnehmer, unter ihnen auch der Vorstand des Netzwerkes, konnten aber aufgrund des Bahnstreiks erst am späten Freitagabend anreisen. Deshalb konnte das Programm leider nicht wie ursprünglich geplant durchgeführt werden. So musste die für Samstag geplante Kanupark-Tour leider abgesagt werden.

 

Der Stadtverband der Hörgeschädigten Leipzig e.V. konnte aber unter Mithilfe des Stadtverbandes der Gehörlosen Dresden e.V. die Podiumsdiskussion in Eigenregie dennoch am Freitagabend durchführen. Neben Vertretern der Gehörlosengemeinschaft haben sächsische Politiker sowie die Behindertenbeauftragte der Stadt Leipzig eine angeregte Diskussion zum Thema „Bürgerliche Teilhabe“ geführt.

 

Samstagvormittag wurde der Kassenbericht vom Schatzmeister vorgestellt. Außerdem informierte Rudi Sailer über die Belange, für die sich das Netzwerk in den vergangenen 2 Jahren eingesetzt hat.

 

Turnusmäßig fanden auch die Vorstandswahlen statt. Der Vorstand wu rde um eine Person erweitert, wodurch nun auch die neuen Bundesländer durch ein Vorstandsmitglied vertreten sind.

 

Der neue / alte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

 

 

 

- 1. Vorsitzender: Rudi Sailer (einstimmig wiedergewählt)

- 2. Vorsitzender: Werner Collet (setzte sich gegen Gegenkandidaten durch)

- Finanzreferentin: Henrike Bundenthal

- Beisitzerin: Anett Exner

- Beisitzer: Christian Schönbeck

- Beisitzer: Stefan Del Re

- Beisitzer: Stephan Straßer

 

 

 

 

Die Programmgestaltung am Samstagnachmittag übernahm dann wieder der Stadtverband der Hörgeschädigten Leipzig e.V.. Bei der Stadtführung durch die historische Altstadt, wurde auch immer wieder der Bezug zu den Belangen der damaligen gehörlosen Bevölkerung hergestellt. Auch bei der anschließenden Besichtigung des Stasi-Museums wurde deutlich, mit welchen Schwierigkeiten die gehörlosen Bürger in der DDR zu kämpfen hatten.

 

Der Samstagabend diente in erster Linie dem gegenseitigen Austausch und der gegenseitigen Hilfestellung bei unterschiedlichen Belangen. Dabei wurde deutlich, dass sich die einzelnen Gehörlosenverbände mit ähnlichen Problemen auseinandersetzen mussten. Dies zeigte wieder einmal wie wichtig der Zusammenschluss der Verbände ist.

 

Am Sonntagvormittag fand noch ein gemeinsames Resümee statt und danach begaben sich die Teilnehmer auf den Heimweg.

 

Der Städtetag ist sehr gut und harmonisch verlaufen.

Netzwerk der Gehörlosen-Stadtverbände e.V. 
Postfach 81 06 80
81906 München

Email: info@net-gest.de

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE 72 70020500 0007468700